Die Kunst des Ermöglichens

01.01.1970

Josef Hussek zum Geschäftsführer der Eutiner Festspiele berufen

„,Der Faktor Mensch ist nicht ganz wegzuleugnen aus dem Beruf’ lautet eine seiner Lieblingssätze. Das scheint untertrieben. Denn Josef Hussek weiß genau, dass der Faktor Operndirektor geradezu lebt vom Faktor Mensch. Und er versteht es ganz offensichtlich, den Faktor Mensch bei Laune zu halten. Das merkt man am Betriebsklima.“ („Die Welt“)

Josef Hussek, von 2005 bis 2009 Operndirektor und Stellvertretender Intendant der Hamburgischen Staatsoper, wird zum 17. Juni 2010 neuer Geschäftsführer der Eutiner Festspiele. Der gebürtige Wiener gilt als einer der renommiertesten Stimmkenner der internationalen Opernszene, verfügt über beste Kontakte zu Sängern und Agenten und hat sich auch als Organisator hinter den Kulissen renommierter Opernhäuser und Festivals einen erstklassigen Namen gemacht. Daniel Kühnel, dem die Gesamtleitung der Eutiner Festspiele 2010 obliegt: „Es ist ein großes Glück für Eutin, einen der international angesehensten Opernexperten gewonnen zu haben.“

Josef Hussek, 1950 in Wien geboren, studierte Soziologie und Politikwissenschaft in seiner Heimatstadt. Im Anschluss war er Projektleiter am Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung. Von 1980 bis 1988 folgten Anstellungen als Dramaturg, Künstlerischer Koordinator und Disponent bei den Orchestern und an den Theatern von Bern und Bonn. Für neun Jahre leitete Josef Hussek in der Ära Peter Ruzicka / Gerd Albrecht das Künstlerische Betriebsbüro an der Hamburgischen Staatsoper.


1997 bis 2000 arbeitete er als Intendant an der Wiener Kammeroper und für das Festival „Mozart in Schönbrunn“. In dieser Funktion war er Vorsitzender des „Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs“. Als Juror ist er bei zahlreichen internationalen Gesangswettbewerben vertreten. Von 2001 bis 2004 wirkte Hussek als Künstlerischer Betriebsdirektor der Salzburger Festspiele. Dort engagierte er unter anderem eine junge Russin, die 2002 als Donna Anna im „Don Giovanni“ von Nikolaus Harnoncourt und Martin Kusej schlagartig berühmt wurde: Anna Netrebko. Seine Aufgabe in Salzburg bezeichnet er später als „die Kunst, eine Vielzahl von Wünschen und Erfordernissen dispositionell möglich zu machen“.
 

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